Geschichte

Von der Gründung bis zur Jahrhunderwende

Am 1. Dezember des Jahres 1878 wurde die Freiwillige Feuerwehr Poppenreuth gegründet. Es waren zunächst 25 Mann, die sich unter dem Vorstand, dem damaligen sehr verdienten Bürgermeister von Poppenreuth, Leonhard Pfann und dem ersten Kommandanten, Landwirt Johann Rieß und seinem Adjutanten Georg Eberlein, zusammenfanden. Ständige Übungen, Disziplin und Kameradschaft zeichneten schon die ersten Jahrzehnte des Dienstes der Poppenreuther Feuerwehr.

In den ersten Jahrzehnten des Bestehens war noch durch die Spritzenmannschaften harte Arbeit am Druckbaum zu verrichten, denn das Wasser musste noch von Hand gepumpt werden.

Die Eingemeindung von Poppenreuth nach Fürth am 1. Januar 1900 brachte der Fürther Feuerwehr einen „Zuwachs von 54 gut ausgerüsteten Feuerwehrleuten“. Durch die Einführung der Wasserleitung nach der Eingemeindung wurde die Wehr immer moderner, dies war auch dringend notwendig, denn im Gebiet der Poppenreuther Wehr befand sich ein Kanalhafen.

In der Festzeitung für den 9. Bayerischen Landesfeuerwehrtag im Jahre 1900 in Fürth wird Poppenreuth aus diesem Grunde besonders lobend erwähnt. Im Feuerwehrhaus zu Poppenreuth befanden sich damals eine fahrbare mechanische Leiter, zwei Druckspritzen, ein Schlauchwagen, ein Hydrophor und eine kleine Druckspritze.

Die Poppenreuther Wehr im Laufe der Jahrzehnte

Die Geschichte der Wehr zeigt, dass immer wieder Brände bereits im Anfangsstadium bekämpft und damit größere Katastrophen verhindert werden konnten. Durch die Jahrzehnte wurden in großer Regelmäßigkeit – mindestens einmal im Monat – die Übungen durchgeführt.

Entscheidend durch die Jahre wird die Geschichte unserer Wehr eine Geschichte der Schadensverhütung und der Weckung der Bürgerverantwortung in all den Jahren.

In den beiden Weltkriegen mussten sehr viele Männer an die Front, deshalb mussten die Frauen und Jugendliche die Brandbekämpfung übernehmen. In den Nachkriegsjahren erblühte die Poppenreuther Wehr trotz all der Schwierigkeiten wieder, es wurde eine Jugendgruppe und eine Theatergruppe gegründet, an Fußballturnieren teilgenommen und fleißig für die Einsätze geübt.

Im Jahre 1978 fand ein 3-tägies Feuerwehrfest zum 100 jährigen Jubiläum statt.

Die Einweihung des jetzigen Feuerwehrhauses im Jahre 1982 war nur möglich, da 25 Helfer 1400 Arbeitsstunden für die Renovierung aufgebracht haben.

In den 90er Jahren wurden einige Kindernachmittage bei der IKEA abgehalten, Geräte beschafft, Renovierungen am Feuerwehrhaus vorgenommen, Erste Hilfe Schulungen ausgerichtet, Grillfeste abgehalten, Ausflüge durchgeführt und einige große Brände bekämpft.
(Autor bis hier: Jürgen Aschenauer)

Die Zeit um die Jahrtausendwende

Im November 1989 wurde in Poppenreuth ein Löschfahrzeug des Bundes stationiert. In unserer Chronik zum 125jährigen Gründungsjubiläum heißt es dazu „Der 11.11.1989 war ein großer Tag für [die] Feuerwehr Poppenreuth, da hier die Einweihung des neuen Einsatzfahrzeuges, einem LF16TS, mit einem schönen Programm gefeiert wurde.“ Dieses Fahrzeug war ausgestattet unter anderem mit zwei Löschpumpen (eine an der Fahrzeugfront, angetrieben durch den Fahrzeugmotor, eine weitere tragbar im hinteren Geräteraum), verschiedenen Leitern, Strahlrohren und insgesamt fast 800m Feuerwehrschläuchen.

Um die Jahrtausendwende konnten zahlreiche Ausrüstungsgegenstände durch den Vereinangeschafft werden. So konnten ein 16 kN Greifzug mit Umlenkrolle und Anschlagsmitteln, eine Kettensäge, ein Stromerzeuger 5kVA, zwei Scheinwerfer, ein Wasserstaubsauger, eine Tauchpumpe, Taschenlampen, 11 Funkmeldeempfänger und drei 2m-Funkgeräte in Dienst gestellt werden. Um all diese Geräte auch zur Einsatzstelle transportieren zu können, bauten die aktiven Handwerker einen alten Tragkraftspritzenanhänger um und aus. Dieser Umbau wurde sogar von der deutschlandweiten Fachzeitung „Feuerwehrmagazin“ publiziert.

Im Jahr 1999 wurde unter der Regie des damaligen Jugendwartes Herbert Lang ein durch die Stadt Fürth gebraucht gekaufter Rettungswagen zum Mannschaftsbus der Fürther Jugendfeuerwehren umgebaut. Neben Sitzplätzen für insgesamt 9 Feuerwehrkräfte waren im Kofferraum auch diverseRollschläuche und Armaturen zur Ausbildung an Bord.

Nachdem dieser Bus im Jahre 2008 bei einem Alter von fast 30 Jahren sein Dienstzeitende erreicht hatte, wurde er ersetzt durch ein Nachfolgemodell auf Basis eines Mercedes Sprinter, der zuvor bei der Berufsfeuerwehr und der Feuerwehr Stadeln im Dienst stand.

Auch dieses Fahrzeug stand die ersten beiden Jahre seiner Zeit in Poppenreuth zunächst im Hof, bevor die aktiven Kameraden erneut mit großer Eigenleistung die frühere Garage der Feuerwehr Poppenreuth in der Poppenreuther Straße 162 renovierten. Diese Garage dient zusätzlich noch als Lagerraum zum Beispiel für die Zelte unseres Vereins und seit Ende 2015 auch für die Kleiderkammer der Fürther Jugendfeuerwehren.

Mit neuer Ausrüstung fit für die Zukunft

Im Rahmen des Grillfestes am 2.7.2016 konnte ein weiterer großer Meilenstein gefeiert werden. Nach mehr als 26 Jahren wurde in Poppenreuth wieder ein wasserführendes Einsatzfahrzeug stationiert. Die Beladung mit LED-Beleuchtung, Hohlstrahlrohren und Unwetterausrüstung macht die Poppenreuther Wehr stark für die Einsätze der Zukunft!